Zwischenstopp Dubai

Von Dubai hatten wir eigentlich keine Erwartungen. Es sollte für uns nur ein kleiner Zwischenstopp auf dem Weg nach Südostasien sein. Im Vorfeld hatten wir einen Fahrradladen ausfindig gemacht, der uns sowohl mit Kartons für den bevorstehenden Flug ausstattet, aber vor allem den notwendigen Ölservice für unsere Schaltungen erledigt. Aber zuvor mussten wir erstmal mit unseren Rädern vom Flughafen zu unserem Hotel kommen. Also Räder zusammenbauen und ab zum Hotel.

Nach einem Monat kein Kopftuch mehr


Die Strecke war eigentlich, trotz aller Befürchtungen von Daniela, weniger schlimm als gedacht und wir haben unser Hotel sicher erreicht. Es lag in einem wohl indisch/pakistanischen Teil der Stadt und war erstaunlich preiswert. Hatten wir so nicht erwartet. Also noch schnell ne Kleinigkeit gegessen und dann ab ins Bett. Der nächste Tag sollte genutzt werden um überflüssiges Gepäck zurück nach Deutschland zu senden. 


Klingt einfach, ist aber nicht so. Es ist schwieriger ein Paket aus einer der Handelsmetropolen dieser Welt zu verschicken, als gedacht. Die einen verschicken nur unversichert (Dubai Post), die anderen nur neue Waren (FedEx/UPS) und ein deutscher Vertreter (DHL) zu einem Preis der fernab jeder Realität ist. Ein 16kg Paket sollte respektable 500$ kosten. Chapeau! Für das Geld hätte ich auch gerade einen Hin-und Rückflug inklusive 32kg Gepäck plus 7kg Handgepäck buchen können. Wäre schneller und billiger gewesen. Immerhin dauert diese Expresszustellung noch immer drei Tage. Haben uns dann für den unversicherten Versand mit der Emirates Post entschieden. Ist im Nachhinein auch alles gut gegangen. Nach diesem ganzen Hin und Her haben wir (inzwischen Abend) nur noch etwas gegessen und sind zurück ins Hotel. Der folgende Tag sollte dem Sightseeing gewidmet sein und da hat Dubai doch so einiges zu bieten. Diverse Malls und den ein oder anderen Wolkenkratzer gibt es da schon zu bestaunen. 

Auch war es mal wieder nett ein breites Angebot an Lebensmitteln in den Supermärkten vor zu finden und davon zu kosten. 

Nicht der beste Kaffee aber manchmal besser wie lokales Gebräu

Ist schon ein interessanter Mix aus Konsum und Tradition der arabischen Gesellschaft. Komplett anders als noch im Iran. Unser Flug am nächsten Tag ging erst am Abend und so haben wir unseren Servicetermin in Wolfi’s Bikeshop auf den Mittag gelegt. Auf dem Weg dahin sind wir noch bei Ibrahim vorbei, dem freundlichen Geschäftsmann aus Bandar Abbas, der für uns das Fährticket umtauschen ließ und uns dafür in Dubai das Geld geben wollte. Hat auch alles geklappt und wir haben das Geld bekommen. Dankeschön! Obwohl in dem Fahrradladen eigentlich alles im Vorfeld abgesprochen war, hat alles länger als gedacht gedauert. Egal, wir wurden mit Kaffee und deutschen Lebkuchen von der Mutter des Ladenbesitzers versorgt und haben am Ende auch noch die Kisten für unsere Räder bekommen. Jetzt noch ein Taxi zurück zum Hotel, kurz frisch machen und dann ab zum Flughafen. Denkste! In der Stadt in der 1mio Taxis fahren war es unglaublich schwer eins zurück in die Stadt zu bekommen. Wir haben über eine Stunde warten müssen. Als wir dann endlich eins bekommen haben, sind wir mit dem Rest von Dubai zur besten Rushhour mit der Autolawine zurück in die Stadt “gefahren”. Wir hatten aber noch Zeit um uns zu duschen und haben uns rechtzeitig auf den Weg zum Flughafen gemacht. Gut so! Selbes Taxiproblem wie am Nachmittag. Gemeinsam mit dem freundlichen Portier haben wir über 45min versucht eins zu erwischen. Wir haben auch mal einen Pickup angehalten, der wollte allerdings einen Preis, dafür hätten wir unseren Flug auch umbuchen können. Am Ende ist es doch ein Pickup geworden, allerdings zu einem ähnlichen Preis wie ein Taxi. Zum Glück haben wir uns früh genug auf den Weg gemacht. Am Flughafen mussten unsere verpackten Räder noch kostenpflichtig mit Folie umwickelt werden und wir waren nicht die einzigen die fliegen wollten. Bei der Sicherheitskontrolle wurde es dann immer knapper und als Daniela dann noch ihr Handgepäck öffnen musste hatten wir noch 5min bis zum Schließen des Gates. Und das war auch nochmal ein Stück. Erst nen kurzen Zug und dann noch einen kleinen Sprint. Hat gerade so geklappt. Ein wenig verschwitzt saßen wir im Flieger Richtung Doha und weiter nach Kuala Lumpur. 

Abschließend lässt sich zu Dubai sagen , dass es jetzt nicht ideal für Fahrradfahrer ist. Offensichtlich, haben wir erst im Fahrradladen erfahren, besteht eine Helmpflicht und das Befahren bestimmter Straßen ist nicht erlaubt. Radwege allgemein sind eher selten bis gar nicht an zu treffen. Durch den doch massiven Autoverkehr ist die Luft nicht die beste und macht es einem neben der Temperatur zusätzlich schwer. 

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