Yazd

In Yazd hatten wir das Glück bei einem Couchsurfing Host unter zu kommen, der Betreiber eines Hotels ist. Somit konnten wir zwei Nächte für lau, inklusive Frühstück im diesem schönen traditionellen Guesthouse, mitten in der Altstadt schlafen. Obwohl die beiden Reisepaare eine unterschiedliche Art des Reisens verfolgten, fiel uns der Abschied doch ein wenig schwer. Aber vorher haben wir uns Yazd noch genauer angeschaut. Eine wirklich beeindruckende Wüstenstadt. Keine Straße in der Altstadt verläuft gerade. Dies dient dem Schutz vor Wüstenstürmen. Geprägt ist das Stadtbild von Türmen die den Wind einfangen und somit für eine Ventilation der Häuser sorgen. Gerade Nachts sind alle bedeutenden Gebäude schön beleuchtet und ein Stadtbummel bietet sich zu dieser Zeit förmlich an. Als Stärkung für die Erkundungstour haben wir uns erstmal ein vegetarisches Bolognese-Nudel-Sandwich gegönnt. Klingt etwas komisch, ist es auch, schmeckt aber ganz gut. 

Vegetarisches Bolognese-Nudel-Sandwich

Jame Mosque of Yazd

 

Dann haben wir uns einfach etwas treiben lassen und sind schließlich beim Zoroastrischem Feuertempel gelandet. Da wollten wir es uns nicht nehmen lassen, uns doch das ewige Feuer Zaratutras anzuschauen. Klingt allerdings spektakulärer als es ist. Abends haben wir uns noch einen Imbiss in einem Chicken-House genehmigt. 

Der Feuertempel

Der nächste Tag begann mit einem wirklich reichhaltigem und sehr leckerem Frühstück und führte Daniela und mich erstmal in eine Reiseagentur, um unsere Weiterfahrt nach Shiraz zu organisieren. Hat auch gleich geklappt. Zurück im Guesthouse kamen wir mit einem jungen Iraner ins Gespräch, welcher ehemaliger Radprofi ist. Nun bietet er individuelle Touren an und fährt von Stadt zu Stadt. Es stellte sich heraus, dass er am nächsten Morgen auch nach Shiraz möchte und wir entschieden uns, zusammen zu fahren inklusive Zwischenstopp in Persepolis. Zum Glück konnten wir unsere Bustickets mit kleinem Verlust zurück geben. 

Innenhof unseres Guesthouses


Als nun unsere Weiterfahrt geregelt war, widmeten wir uns gemeinsam mit Linh uns Peter wieder dem Sightseeing. Auf dem Plan stand ein Besuch bei den Towers of Silence. Dafür radelten wir etwas aus der Stadt raus an den Wüstenrand. So nett es auch klingt, haben die Türme einen eher gruseligen Hintergrund und wurden noch bis vor 40? Jahren für Himmelsbestattungen genutzt. Die Zoroastrier brachten ihre Toten auf die Türme, damit die Leichnahme von Geiern gefressen wurden. Diese Anlage ist recht weitläufig, es gibt zwei Hügel mit jeweils einem Turm und unten ein paar Häuserruinen. Man hat zwei Möglichkeiten diese Anlage zu betreten. Entweder geht man außen herum und zahlt keinen Eintritt oder geht am Häuschen durch und muss zahlen. Wir sind zufällig außen herum und als wir am Häuschen raus wollten, hätten wir fast zahlen müssen. Also haben wir den kleinen Umweg in Kauf genommen. Der Aufstieg zu den Türmen lohnt sich wirklich, da man eine tolle Aussicht über die Stadt hat. Auf dem ersten Turm trafen wir auf zwei Männer aus Bayern und kamen ins Gespräch. Die beiden sollten wir auch noch einmal in Shiraz wieder treffen. Nachdem wir uns auch die Häuserruinen noch angeschaut hatten und so langsam die Sonne unterging, füllte sich auf einmal die Anlage mit vielen anderen Touristen. Gut, dass wir eh zurück wollten.

Blick auf den Tower of Silence

Blick von oben


 Zum Abendessen gab es dann lecker mit Kartoffeln gefüllte dreieckige Teigtaschen und dann fanden wir noch einen versteckten Kebabladen. Man findet ihn gleich linker Hand, wenn man das Gebäude, welches auf dem Bild zu sehen ist, betritt. Mit Hilfe von Iranern, bestellten wir Kebab und bekamen, während wir auf unser Essen warteten, von anderen Tischen lauter Kostproben.

Amir Chakhmagh


Unser Rückweg zum Guesthouse führte uns noch ein letztes Mal durch die kleinen, mal mehr mal weniger beleuchteten Gassen. Und so gingen unsere Tage in Yazd zu Ende. 

Auch in Yazd dürfen die Sportgeräte nicht fehlen


Unsere Abreise nach Shiraz war für den nächsten Morgen um sieben Uhr geplant, aber vorher hieß es ja nochmal richtig lecker frühstücken, auch wenn die Augen noch sehr klein waren. 

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