Von Krabi nach Bangkok

Da wir uns zu Sylvester mit Norin und Marcel treffen wollen, überbrücken wir die Strecke nach Bangkok mit Bussen und Zügen. Erstmal haben wir noch zwei Nächte Aufenthalt in Krabi. Ein etwas größeres Städtchen mit einigen Restaurants, Märkten und Reiseagenturen. Eine davon haben wir auch gleich bei unserer Ankunft angesteuert. Zum Glück. Die Dame sagte uns, dass es für die Verbindung nach Bangkok im Zug nur noch 5 freie Plätze gibt. Zwei davon haben wir uns gleich gekauft. Mal sehen wie es wird. Bis dahin sind wir in einem netten kleinen Hotel untergebracht und haben unsere Wäsche nochmal zum waschen abgegeben. Der erste Tag war äußerst gemütlich und wir sind nur ein wenig Kaffee trinken gewesen und abends auf einen Nachtmarkt um etwas zu essen. Es gab verschiedene kleine Dinge: etwas Crispy Pork, Salat, Nudeln in einem Omelett, Pancake und Säfte. Alles für sich recht lecker. 

Den zweiten Tag haben wir ausgeschlafen und dann zufällig ein dänisches Café gefunden. Hier gab es überragend leckere Käsebrote und vortrefflichen Kaffee. 


Nach der zweiten Runde Käsebrote und inzwischen nem kleinen Kaltgetränk soll es noch zu einem Tempel gehen. Mal sehen was noch so passiert.


Inzwischen haben wir uns angewöhnt quasi Live zu schreiben, damit nicht nochmal so ein Malörchen wie im Iran passiert. Den Bericht wollen wir bis heute nachreichen. Auch da warten wir mal ab.

Die Stadt an sich ist wirklich ganz nett. Sie ist nicht mehr so stark von Touristen geprägt, wie noch auf den Inseln. Auf dem Nachtmarkt sind Beispiels viele Thailänder gewesen und sind dort ihren Dingen nachgegangen. Eines dieser Dinge scheint zu sein, Amateuren eine Bühne zu geben, diese mit einer wirklich lauten Beschallung auszustatten und sie einfach machen zu lassen. Es war schon ein ganz besonderer Moment, jemandem mit einem deutlich asiatischen Akzent Hits wie “My Heart will go on” zuzuhören. Wir haben diesem Spektakel eine Weile gelauscht und die Zeit mit der Nahrungsaufnahme kombiniert. Der nächste Tag sollte uns über ein kombiniertes Ticket einer Reiseagentur mittels Bus und Zug über Surathani nach Bangkok bringen. Also am nächsten Morgen zum Busbhanhof, Fahrräder verstauen und dann los. So dachten wir, zumal wir uns bei der Agentur extra nach der Möglichkeit erkundigt haben unsere Räder mitzunehmen. Die Dame hat immer wieder irgendwo angerufen, um nachzufragen. Aber es war wie so oft beim Benutzen der Busse das selbe Spiel. Entweder behaupten sie es geht nicht oder es kostet extra. Diesmal sollte es nicht gehen. Es ist wohl ohne weiteres möglich riesige Rollkoffer und Rucksäcke zu transportieren, aber so ein Rad ist zu groß und sperrig. Nur leider ließ man uns diesmal mit der Tatsache einfach alleine. Erst nach mehrmaligem Nachfragen und einem deutlicheren Ton, war man bereit sich unserer Sache anzunehmen. Nach mehrmaligem Telefonieren mit der Agentur hat man wohl einen anderen Busbetreiber gefunden, der die Räder und uns zum Bahnhof in Surathani fahren würde. Nur leider war dieser Busbahnhof wo anders und man sagte uns wir sollten uns beeilen. Auf die Frage wo denn dieser Busbahnhof sei, konnte man uns keine so richtige Antwort geben. Irgendwann haben wir doch irgendeine Adresse erhalten und sind los. Haben ihn auch rechtzeitig erreicht. Statt dem bezahlten VIP-Bus war es ein normaler, der überwiegend, da auch deutlich günstiger, von lokalen Leuten benutzt wird. Aber es war wirklich kein Problem. Die Leute hier waren sehr freundlich und wir konnten unserer Räder ohne Aufpreis einfach einladen. 


Für uns sollte es die Lehre sein, sich einfach selber um den Transport zu kümmern und von touristischen Angeboten abzusehen. Irgendwie sind die lokalen Sachen einfacher, günstiger und vor allem freundlicher. Leider kam dieser Bus nicht am Bahnhof in Surathani an, sondern 15 Kilometer entfernt. Also nochmal flott zum Bahnhof und schauen wie es mit den Zügen klappt. An sich kein Problem, nur leider war es mit der Verständigung etwas schwer. In Thailand kann man sein Fahrrad einfach in einem extra Gepäckwagen aufgeben und das war’s. Die Kosten hierfür sind verhältnismäßig günstig. Erst im letzten Moment teilte man uns mit, dass die Fahrräder ganz vorne abzugeben sind, wir aber ganz hinten im Zug unsere Plätze haben. Aber mit einem kleinen Sprint über den gesamten Bahnsteig hat alles geklappt. Wir bezogen unsere Plätze die wenig später zu unserem Nachtlager ausgeklappt wurden. 


Im Vergleich zu dem Nachtzug in der Ukraine wirklich komfortabel. Wir konnten die Nacht sogar ein wenig schlafen und kamen einigermaßen ausgeruht in Bangkok an. 

2 Gedanken zu “Von Krabi nach Bangkok

  1. Hallo ihr zwei D’s, intersannt zu lesen wie euch mit der Busmafia so ergangen ist. Ich war 3 Monate mit dem Rad unterwegs. Auch ich musste immer wieder mal fürs Rad extraus blechen. Immer wenn Minibusse im Spiel waren konntest du mit Aufpreis rechnen. Nur bei den Local-Busse in Laos kostete es nichts dazu. Das Rad wurde mit 20 Matratzen und ähnlichem auf dem Dach montiert. Am schlimmsten aber was von Siem Reap nach Thailand. Das könnt ihr hier mal nachlesen.
    http://www.servus-servus.de/in-den-faengen-der-kambodschanischen-transportmafia/
    Viel Spaß und immer Luft im Reifen. Herbb

  2. Liebe Dani, lieber Daniel,
    herzlichen Dank für eure Neujahrsgrüße! Darüber haben wir uns sehr gefreut. Selbstredend wünschen wir euch ebenfalls alles Gute für das neue Jahr und weiterhin eine tolle Reise. Mitfiebernd lesen wir eure Berichte – manchmal neidisch, manchmal froh, auf der heimischen Couch zu sitzen. Das ist mit Sicherheit ein Erlebnis, das euch keiner mehr nehmen kann. Haltet also durch!!! Wir sind in jedem Fall in Gedanken bei euch.
    Die allerbesten Wünsche für 2017 senden euch Susi & Holm mit Annika & Max
    P.S. Bei uns ist alles gut. Die beiden Schulkinder schlagen sich tapfer – die Eltern auch ;-))

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.