Südostasien 1 – Malaysia

Nach ca 7 Stunden Flug von Dubai nach Kuala Lumpur mit Zwischenstopp in Doha (ein sehr netter Flughafen) sind wir in Malaysia gelandet. Nachdem wir all unser Gepäck zusammen hatten, hieß es Taxi finden. Das schien günstiger zu sein als mit dem Express und einmal umsteigen die ca 70 km bis in die Stadt zu fahren. Doch einfacher gesagt als getan. Mit unseren Fahrradkisten brauchten wir auch noch ein großes Taxi. Es gab unendliche Schlangen von Menschen an den Taxiständen und alles schien sehr chaotisch. Also dachten wir uns, versuchen wir es doch mit dem KLIA Ekspres. Ist zwar etwas teurer, aber der Zug war so gut wie leer, wir konnten die Räder (noch verpackt) ganz einfach mitnehmen und waren in 28 Minuten in der Stadt. Von dort aus war es nicht mehr so weit bis zu unserem Hotel in China-Town. Hier haben wir zum Glück ein Taxi gefunden. Touristen sind ja auch lukrative Fahrgäste. Wir konnten den Preis noch etwas runterhandeln und kamen schließlich in Chinatown an. Unser Hotel lag mitten in einer verkehrsberuhigten Zone, wo ab Mittag viele Stände aufgebaut und viele Menschen unterwegs waren. Wir mussten also unsere Fahrradboxen wie das Gepäck durch den Chinatown-Nachtmarkt tragen. Im Hotel angekommen, waren wir beide komplett durchnässt und fix und fertig. Hitze waren wir ja nun schon vom Iran und Dubai gewöhnt, doch hier kommen noch gefühlte 100% Luftfeuchtigkeit dazu. Nachdem wir uns etwas akklimatisiert haben, gingen wir noch einmal los, um uns etwas zum Abendessen zu suchen und wurden auch fündig. Dank unseres Jetlegs und einem Zimmer ohne Fenster haben wir den nächsten Tag fast verschlafen. Also machten wir uns erst nachmittags auf den Weg, um uns die Stadt anzuschauen. Von Chinatown aus war fussläufig schon viel zu erreichen. Wir waren natürlich bei den Petronas-Towers und ließen uns sonst einfach treiben. Was für eine grüne Stadt.

Vor den Petronas Towers

Abends zurück im Hotel war dann an Schlaf nicht zu denken. Wir waren beide um zwei Uhr nachts immer noch hell wach. Unser Rhythmus war noch komplett verschoben. Da wir beide dann schon wieder Hunger verspürten, sind wir nochmal raus. Daniel hatte im Lonely Planet etwas über einen Laden gelesen, der bis vier Uhr morgens auf hat und wohl die besten Chicken Wings serviert. Also gesagt getan, halbe Stunde Fußweg hin, leckere Chicken Wings gegessen und halbe Stunde Fußweg zurück. Dann konnten wir endlich schlafen. 

Yummy ?

Wir entschieden uns für die nächsten Tage eine Airbnb-Wohnung zu nehmen, um unsere Reiseroute zu planen und Wäsche zu waschen. Daniel hat uns eine schöne Wohnung mit Dachpool rausgesucht. 

Was ne Aussicht


Da es mindestens einmal am Tag regnete, entschieden wir uns, die Räder noch nicht aus ihrer Box zu holen, sondern noch ein Stück mit dem Zug zu überbrücken. Räder werden nur verpackt im Zug mitgenommen. Also haben wir uns Zugtickets nach Butterworth organisiert und nächsten Tag ging es problemlos im gut klimatisierten Zug gen Norden. Dort angekommen, haben wir noch am Bahnhof die Räder zusammengebaut. Hier konnten wir nun auch erstmal begutachten, ob sie die zwei Flüge überhaupt gut überstanden haben. Daniels Fahrrad hatte keinen Schaden genommen, bei meinem war die hintere Bremsscheibe so verbogen, dass sie nicht mehr zu gebrauchen war. 

Im Hotel angekommen, haben wir eine neue bestellt, welche wir uns dann von Norin und Marcel mitbringen lassen wollten. Die beiden haben wir über Sylvester in Thailand getroffen. 

Morgens ging es für uns weiter nach Georgetown. Einmal mit der Fähre rüber auf die Insel. 
Auf dem Weg zu unserem Hotel hat Daniel eine winzige Fahrradwerkstatt entdeckt. Wir haben das Gepäck abgeladen und sind mit meinem Rad einfach mal dahin. Der schon etwas betagtere Ladenbesitzer hat sich die Bremsscheibe kurz angeschaut, das Fahrrad an eine Kette gehängt, sich sein Werkzeug geschnappt und zwei Minuten später war die Scheibe wieder gerade gebogen. Das ganze für umgerechnet 42 Cent.  

Vor unserem Hotel

In Georgetown haben wir 3 Nächte verbracht. Ich hätte es hier locker noch mehr Tage ausgehalten, aber leider drängte so langsam auch die Zeit, da wir ja zu Weihnachten in Thailand sein wollten. Unsere Tage hier bestanden aus gemütlichem Sightseeing und das ein oder andere leckere Essen probieren. Durch den kulturellen Mix gibt es hier eine Menge zu entdecken. Es gibt immer noch die ein oder andere Moschee, aber auch schon hinduistische und chinesisch-buddhistische Tempel. Diese Vielfalt spiegelt sich ebenso im Essen wieder. Auch scheinen die Einheimischen mit diesem Mix gut zu recht zu kommen. Wenn man auch als Moslem mal Lust auf Alkohol oder Schwein hat, geht man einfach ins China-Viertel, oder wenn man das wohl etwas bessere “Halal” Essen essen möchte, macht man dies in einem der zahlreichen moslemischen Halal-Restaurants. So kann’s gehen. Wir haben auf jeden Fall davon profitiert und das Angebot war wirklich überragend. Besonders sehenswert finde ich die Street-Art, welche man hier an vielen Ecken findet. 

Dragon Ball: Überraschungseis

Street Art

Tempel


Ursprünglich wollten wir übers Festland Richtung Norden fahren, doch nach Gesprächen mit anderen Reisenden, entschieden wir uns, die Fähre nach Langkawi zu nehmen, um von da aus auf dem Wasserweg nach Thailand einzureisen. Auf Langkawi erhofften wir uns, endlich mal wieder die Badehose auspacken zu können und im Meer zu baden. Wir haben uns ein nettes Guesthouse am Waldrand gebucht und von dort aus die Insel erkundet. Abends hat uns die Familie auf den Nachtmarkt mitgenommen, welcher nur sonntags stattfindet. Hier konnten wir uns von einem Stand zum nächsten futtern.

 

Am nächsten Tag sind wir mit den Rädern los. Erster Stopp war ein Wasserfall, wo das erste mal die Badehose zum Einsatz kam, dann wollten wir an den Strand, doch leider hatten wir uns einen Strand ausgesucht, welcher dank eines riesigen Resorts nicht zugänglich war.Auf dem Rückweg fanden wir aber doch noch ein Stück Strand. Inzwischen etwas hungrig vom Fahrradfahren und Baden, fanden wir ein paar Stände und probierten auch hier mal wieder was neues. Noch beim Essen verdunkelte sich auf einmal der Himmel und es fing an zu stürmen, alles in wenigen Minuten. Verrückt. 

Erfrischung am Wasserfall

Ruhe vor dem Sturm

 

Schnell aufgegessen, auf die Räder geschwungen und schnell zurück zum Guesthouse, wo wir fast trocken angekommen sind. Der zweite Tag lief recht entspannt ab. Wir haben auf der Terasse rumgelungert, gelesen, ein bisschen was geschrieben mit den Kinder der Familie gespielt und waren nur zum Abendessen kurz im Dorf. Die zwei Kleinen konnten nur durch denn Kontakt mit den Gästen englisch und chinesisch sprechen, faszinierend. 

Die zwei hätte ich am liebsten mitgenommen


Am dritten Tag wollten wir uns um die Fährtickets nach Satun/Thailand kümmern und noch etwas die Insel erkunden. Dafür haben wir uns einen Roller gemietet und konnten die Tickets besorgen sowie zwei Strände im Norden der Insel “abarbeiten”. Am Abend waren wir beide dann recht platt. Wir haben uns doch nicht etwa bei dem total erkälteten kleinem Jungen angesteckt? 

Daniel der alte Rocker ?


Am nächsten Morgen und noch mehr platt sind wir bei brütender Hitze die knapp 30 km und lustiger Streckenführung durch maps.me zum Hafen gefahren, um die Fähre in unsere nächstes Reiseland zu nehmen. 

Erfrischung am Hafen




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