Nee wat ham die hier nette Kapällchen, aber die “Radwege”

Hinter Melnik verlassen wir den beschriebenen “Elbradweg Richtung Prag” und folgen einfach Ihrem weiteren Verlauf. Ein Fehler wie wir bald merken sollten. Nach dem Lob im letzten Beitrag müssen wir leider alles über den Haufen schmeißen. Radwege sind
interpretierbar.Nur weil da eine Schneise im Gras oder Feld ist, muss man schon Optimist oder Mountenbiker sein um hier einen Weg zu erkennen.

Möchte mal wissen wie die Gruppe tschechischer Rentner diese Wege gemacht haben. Immerhin treffen wir sie seit 5 Tagen, immer mal wieder. Anfänglich auf dem Zeltplatz danach zufällig unterwegs in irgendwelchen tschechischen Städtchen. 

Ein Zeltplatz, welcher zu erwähnen ist, war der “Autokemp Kačer”. Eine Wiese umrundet von kleinen Holzhüttchen, Duschbarakke und Kochecke für alle. Als wir ankamen war alles wie ausgestorben, nur ein Wohnmobil und wir mit unserem Zelt. Die Hütten sehen bewohnt aus, aber niemand ist da. Ein paar Stunden später kam ein Bus an und lud die ca 60 Bewohner der Hütten aus und vorbei war es mit der Einsamkeit. Auf den Schreck hat uns Kalle (Fahrer des Wohnmobil) auf Bier und Becherowka eingeladen. 


Nun sind wir in Kutná Hora, hier gönnen wir uns einen Pausentag zum Wäschewaschen und etwas Kultur. Kutná Hora, einstige Königsstadt, wurde mit dem historischen Stadtkern, dem St. Barbara Dom und der Mariä Himmelfahrt Kirche in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Den Dom konnten wir gestern in der Abenddämmerung erleben, wunderschön, und wenig andere Touristen. 


Heute waren wir im Sedlitz Ossarium, darauf war ich schon die ganze Zeit sehr gespannt. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg. 


Bei Sonne ohne Wolken, versuchte ich mich von Schatten zu Schatten zu retten um nicht die verbrennen oder zu schmelzen. Heute Abend muss ich sagen, zu wenig Schatten, der Sonnenbrand brennt. Da hilft nur Kühlung von Innen, Prost. Die Tschechen können nicht nur Kirchen, sie können auch Bier…

2 Gedanken zu “Nee wat ham die hier nette Kapällchen, aber die “Radwege”

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