Koh Lanta Thailand

Wir machen hier einen kleinen zeitlich und örtlichen Sprung. Werden die entstandene Lücke aber die Tage versuchen zu schließen. Irgendwie haben wir die letzten Wochen ein wenig den Anschluss verloren, was das Schreiben angeht. Der Iran war “leider” voller positiver und intensiver Erlebnisse, so dass wir unsere Gedanken noch ein wenig sortieren müssen.

Koh Lanta soll für die Weihnachtstage unser “Zuhause” sein. Wir wollen einfach mal ein paar Tage an einem Ort sein und einfach mal nicht viel machen. Mit der Zeit, und das haben wir etwas unterschätzt, geht einem dieses: Einpacken, Weiterfahren, Ausschau nach Essen halten, Unterkunft besorgen, Auspacken (aber nicht zu viel, wegen dem Einpacken am nächsten Morgen) und nochmal was zu Essen finden, ein wenig auf die Nerven. Das Ding mit dem Packen ist halt unumgänglich, aber bei dem Essen haben wir uns beide etwas mehr erhofft. Es ist zwar durch die Bank weg gut und eigentlich ganz lecker, aber weniger abwechslungsreich als gedacht. Auch ist bisher ein “Wow”-Effekt ausgeblieben, was das Essen allgemein angeht. Viele Gerichte schmecken einfach sehr ähnlich. Unabhängig ob es Reis oder Nudeln sind. Oft sind so viele Zutaten und Fleischsorten im Gericht vertreten, dass sich mir zumindest der Mehrwert der einzelnen Zutat entzieht. Zumal am Ende alles dann doch mit Chili,Sojasauce, Ingwer, Knoblauch, Thaibasilikum usw abgeschmeckt wird. Bei diesen Zutaten haben Seafood, Hühnchen, Tofu und selbst Schwein wenig Chancen irgendwie durchzuschmecken.

“Einheitsbrei”

Daher haben wir uns gleich bei unserer Ankunft mit der Fähre wie Bolle über einen kleinen thailändischen Laden mit belegten Brötchen gefreut und zugeschlagen. Nee, wat is doch so ein Brötchen mit Käse und Salat lecker!

Einfach (nen) belegtes Brötchen

Nach Wochen, wenn nicht gar Monaten Abstinenz echt mal wieder schön. Die erste Unterkunft auf Koh Lanta war gleich in der Nähe des Hafens und wir mussten nur noch 4 km radeln. Wir hatten einen netten kleinen Bungalow (leider nicht in der ersten Reihe) mit eigener Dusche und Zugang zum Strand und dem Pool. Da gerade Ebbe war, blieb uns leider nur die Erfrischung im Pool. ?Klingt hart, ist aber recht gut zu ertragen gewesen. Danach ne Dusche und wie immer was zu Essen suchen, vorher vielleicht noch nen kalten Drink an der Bar. Wir sind gerade so an der Bar angekommen, da fing es derartig heftig an zu regnen, dass wir beschlossen hier zu essen. Wir entschieden uns für das Nationalgericht Pad Thai mit Tofu, Papayasalat und Pommes ?. Die Gerichte waren echt lecker und gar nicht so der “Einheitsbrei” wie sonst immer.

Mal was anderes

Darauf noch ein zweites Kaltgetränk und dann ab ins Bett. Die nächste Unterkunft über Weihnachten war von hier nur 5 km entfernt und führte uns an einer deutschen Bäckerei vorbei. Ja warum denn nicht. Also hier ne Pause eingelegt und Laugengebäck und Rührei gefrühstückt. Nach ein paar weiteren Kaffee sind wir dann weiter zur finalen Unterkunft. Diese hat auch laut Beschreibung einen Reinigungsservice für unsere Klamotten im Angebot. So langsam ist das auch bitter nötig. Da es Daniela immer noch nicht so richtig gut geht, ein Gericht am Wegesrand ist ihr nicht so wirklich bekommen, war der Rest des Tages mit Nichtstun zu füllen. Für uns gerade ein leichtes und wir haben es auch wirklich geschafft. Abends mussten wir uns leider nochmal vor die Tür bewegen und was zu Essen finden. Wir entschlossen uns für den kürzesten Weg, einmal über die Straße. Kurzer Blick auf die Menükarte und für gut befunden. Es gab grünes Curry für mich und Kartoffelbrei für Daniela. Beides sehr lecker und zumindest das Curry war reichlich an Tofu und Gemüse.

Green Curry mit Reis

Den Rest des Abends haben wir gemütlich auf dem Zimmer ausklingen lassen. Immerhin mussten wir uns ja auf den nächsten Tag und das ganze nichts tun vorbereiten. Dies sollte dann am Strand geschehen. Also nach dem Aufstehen die wirklich schmutzige Wäsche abgegeben und auf dem Weg zum Strand noch ein kleines Frühstück geschnappt. Der Tag an sich, bezüglich unserer Ziele, war auch äußerst erfolgreich.

Erfolgreicher Tag am Strand

Nach den zwei Tagen mit dem ganzen nichts tun, ging es am nächsten Tag mal wieder auf die Räder. Selbstverständlich nicht ohne ein Frühstück und den ersten Kaffee seit Tagen für Daniela. Und warum sollten wir dabei was riskieren? Unsere Anlaufstelle war die deutsche Bäckerei von vor 2 Tagen. Mit nem ordentlichen Roggenmischbrot und Laugengebäck im Bauch wollten wir uns noch um unsere Fahrt nach Bangkok kümmern. Leider erwies sich dies als schwierig bis letztendlich unmöglich. Wir haben keine direkte Verbindung von Koh Lanta nach Bangkok mit unseren Rädern bekommen können. So werden wir uns selber an den jeweiligen Bus- und Fährterminals um Tickets kümmern müssen. Aufgrund dieses niederschmetternden Ereignis, haben wir den Rest des Tages mit Rumlungern in Cafés verbracht.


Irgendwie ist gerade die Luft sowieso ein wenig raus. Nicht nur daß ich zum dritten Mal mein Vorderreifen flicken musste, auch haben wir momentan nicht so richtig Lust zu fahren. Gelesen haben wir davon schon in diversen Reiseberichten, hätten aber nicht gedacht dass es uns ausgerechnet hier in Südostasien trifft. Eigentlich ist alles perfekt. Das Wetter, die Straßen, das Essen usw. Aber aus welchem Grund auch immer, fällt es uns gerade schwer dass Erlebte zu genießen.

In unserem Hotel haben wir noch ein nettes Paar aus der Nähe von Wiesbaden getroffen. Die zwei sind hier für 2 Monate unterwegs und waren auch schon länger auf Radreise. Wir haben uns wirklich nett unterhalten und gemeinsam das ein oder andere Bier getrunken. Für Heiligabend haben wir mit dem Roller ne kleine Tour gemacht und den ein oder anderen Kaffee in grandioser Lage genossen.

Auf dem Rückweg haben wir noch Stopp an einem Tierheim gemacht und ein paar Katzen gekrault. Den Abend haben wir in einem Irish Pub ausklingen lassen. Es gab Burger, Bier und Dart.

Später kamen Chris uns Bine, das Pärchen aus Wiesbaden, vorbei und wir hatten einen netten gemeinsamen Abend. Am nächsten Morgen geht es für uns mit der Fähre zurück aufs Festland und dann irgendwie weiter nach Bangkok. Dort treffen wir Norin und Marcel aus Berlin und wollen mit Ihnen zusammen Sylvester verbringen.

Ein Gedanke zu “Koh Lanta Thailand

  1. Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, feiert schön unter fremden Himmel. Mit dem neuen Jahr kommt auch wieder neue Begeisterung für euer Abenteuer☺

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