In 1000km von Berlin nach Polen…

…hätten wir kürzer haben können. Aber nur durch äußerst sorgfältige und präzise Planung der Route im Vorfeld, haben wir es geschafft solange durch Deutschland und Tschechien zu radeln, dass wir mit Kilometer 1000 die polnische Grenze überquert haben. 
Schon seit Tschechien haben wir uns auf die Pirroggi gefreut, welche wir uns auch direkt am ersten Abend gönnten. 
Bis nach Krakau haben wir versucht einem Radweg namens “Greenways” zu folgen. Die ersten zwei Tage hatten wir das Gefühl, dass man besonders schöne und besonders hügelige Wege zum Greenways auserkoren hatte und vor allem sollte auch jede mögliche Wegbeschaffenheit dabei sein. 


In Bielsko-Biala haben bei einer weitern Warm Showers Gastgeberin übernachten können. Sie hat schon so einige Länder beradelt und hat uns in unserem Reiseziel Georgien auf jeden Fall bestärkt. Es war sehr nett sich mit ihr auszutauschen und ihre Gastfreundschaft zu erfahren. 


Am nächsten Tag sind wir nach Auschwitz gefahren, da wir uns auf jeden Fall das Ehemalige Konzentrationslager anschauen wollten, haben wir uns hier für zwei Tage eine Airbnb-Wohnung genommen. Zur Wohnung gehörte auch Essen im Restaurant der Eltern des Besitzers. Das muss hier erwähnt werden, da wir 2 Tage soooo lecker polnische Küche genießen durften. 

Zum Besuch der Gedenkstätte Auschwitz 1 sollte erwähnt werden, dass in den Sommermonaten auf Grund der vielen Besucher Tickets vorbestellt werden müssen. Dies haben wir leider nicht gewusst. So konnten wir uns nur die Gedenkstätte Birkenau ansehen. Die vielen Eindrücke und Gefühle dieses Besuchs lassen sich schwer in Worte fassen und hier wiedergeben. Daher haben wir uns entschieden, diese Eindrücke lieber in einem persönlichen Gespräch nach unserer Rückkehr zu teilen. 


Ziel des Greenways und somit auch eins unserer Zwischenziele war Krakau. Hier hatten wir wieder eine Wohnung, glücklicherweise lag diese so günstig, dass wir fussläufig einiges erreichen konnten. Den einen Abend sind wir dem Tip einer Radreisenden gefolgt und haben vortreffliche Piroggi in einem Hinterhofladen gegessen und haben dann bei bestem Sommerwetter noch das Nachtleben von Krakau genossen. Absolut richtige Entscheidung, denn am nächsten Tag war kurz vorbei mit Sommerwetter. Nass, kalt und windig, den ganzen Tag. 


So haben wir nur vergeblich probiert ein paar notwendige Besorgungen zu tätigen (Powerbank und Zubehör für den Kocher). So ganz nutzlos sollte der Tag doch nicht werden und wir haben den Versuch gestartet uns einen Tag nur von Essen aus Foodtrucks zu ernähren. So viel sei gesagt, es klappt vortrefflich und wir sind dabei höchst wahrscheinlich über die beiden unwissentlichen Erfinder der gesamten weltweiten Foodtrucker Bewegung gestolpert. 


Aus Krakau raus sollte uns nun ein neuer Radweg führen, der EV 4. Hier sollten nun noch ein paar weitere Worte zu den polnischen Radwegen verloren werden. Es zeichnete sich ab, dass wir mit ihnen eine Art Hass-Liebe eingegangen sind oder auch so eine Art On-Off-Beziehung. Mal sind die Schilder da, dann an wichtigen Weggabelungen wieder nicht. So landet man doch wieder auf einem Anderen und verdoppelt somit seine Fahrzeit. Wir haben definitiv die Gabe entwickelt, uns intuitiv immer für die falsche Richtung zu entscheiden. Aber da er das selbe Ziel wie wir hat (Lviv) treffen wir ihn glücklicher Weise immer wieder. 

3 Gedanken zu “In 1000km von Berlin nach Polen…

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