Die letzten Tage in Polen

Nachdem wir Krakau verlassen haben sind wir mit ein paar Zwischenstationen in Jalowce gelandet. Unsere Karten-App war auf den letzten Metern ein wenig zickig. Erst war sie der Meinung wir könnten übers Wasser fahren (wir standen plötzlich in der
Pampa am Fluss, der Zeltplatz auf der anderen Seite). Unsere Entscheidung gegen den Routenvorschlag der App wurde mit lustigen 2 km Schieben, Tragen und komplettem Einsauen durch eine Art Kiesgrube bestraft. Keine Ahnung was die hier abgebaut haben, aber der Schlamm hat ordentlich an den Händen gejuckt. Am Campingplatz angekommen, freuten wir uns logischerweise auf eine warme Dusche. Schade, gab leider nur kaltes Wasser. Jalowce selbst ist eine Art Ferienanlage an einem Baggerloch gelegen, eigentlich ganz hübsch.

Doch als dann abends der Kiosk zugemacht hat, waren wir dort komplett alleine. War schon etwas gruselig. Und weil das Komplettpaket gestimmt hat, haben wir gleich noch eine Nacht verlängert, da wir noch auf ein Päckchen warten mussten, welches wir in der nächsten größeren Stadt bei Post abholen sollten. Abends gab es dann noch lecker Pirroggi am Kiosk. Laut Sendungsverfolgung war das Päckchen nun auf der Post in Rzeszów angekommen. Eigentlich ließ sich das Paket recht gut abholen, auch wenn ich die Dame am Schalter etwas zur Verzweiflung gebracht habe, da sie alle Regale nach einem kleinen Umschlag für mich absuchen musste. Schlussendlich habe ich es dann doch bekommen. An dieser Stelle noch einmal den größten Dank an Daniel von WalkOnTheWildSide.eu in Bonn, der uns den Kleinkram äußerst fair und unkompliziert hat zukommen lassen.


Noch voller Glück in unseren Gesichtern sprach uns vor der Post ein älterer Mann an. Es stellte sich heraus dass er bestes Deutsch sprach und auf die Frage, ob es hier in der Nähe noch etwas gutes zu essen gäbe, sollten wir ihm einfach folgen. Das taten wir auch und er bestellte uns in einer “Milchbar” zwei Mahlzeiten und bezahlte sie netter Weise auch für uns. Wir aßen noch gemeinsam mit ihm, allerdings musste er dann auch los, weil seine Frau zuhause bereits auf ihn warten würde. Er fragte noch nach unserer Adresse, da er uns gerne mal eine Karte auf Deutsch schreiben wolle und wir notierten uns seine, mit dem Versprechen ihm auch Eine von unterwegs zu schicken. 

Hier hatten wir auch wieder eine Warm Showers-Unterkunft, diesmal bei Elzbieta, die gerade selbst von einer Fahrradtour aus Norwegen zurück war (hatte bis auf einen Tag nur Regen). Neben uns beherbergte sie noch Stefan, ein Reiseradler aus Düsseldorf. Wir entschieden noch eine Nacht länger zu bleiben und hatten eine sehr nette Zeit mit den Beiden. 

(Wir haben leider nur dieses Bild von unserer Gastgeberin. In Wirklichkeit ist sie Doktor der Physik und hat die Tage nie so “unvorteilhaft” geguckt)


Von hier aus ging es für uns mit einem Zwischenstopp in die Nähe der polnisch-ukrainischen Grenze. Hier lernten wir ein pensioniertes Ehepaar aus Düren bei Aachen kennen. Wir mich (Daniel) war es nett, mal wieder rheinischen Dialekt zu hören. Freundlicher Weise nahmen sie wir uns ein überflüssiges Tarp mit zurück nach Deutschland, welches ich nach meiner Rückkehr bei Ihnen abholen kann. Vielen Dank an dieser Stelle an Hanne und Gunter.

Noch eine Übernachtung in Premissel um unsere letzten Zloty zu verjubeln und dann sollten wir die Europäische Union verlassen. 


 Der Grenzübergang, der auch Fahrradfahrer passieren lässt, ist in der Nähe von Premissel. Mal sehen, ob alles glatt läuft…

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