Berge, Braukunst und blödes Wetter

Von Kutná Hora aus machten wir uns wieder auf den Weg. Nächstes Ziel Seč: Der Weg dahin hügelig (Daniel meint ich sollte mir den Begriff “Berge” auch wirklich für die richtigen Berge aufheben), gefühlt bergig, warm und schwül, ja die “richtige” Kombination. Wie bei allen Station hier in Tschechien, haben wir uns natürlich den örtlichen kulinarischen Gegebenheiten zugewandt und die jeweils regionale Braukunst “probiert”. Offensichtlich aber bei weitem nicht in dem Maße wie unser nächtlicher “Gast” auf dem Campingplatz, der versuchte unser Zelt an der falschen Seite vergeblich zu öffnen. Hilfsbereit und im Sinne des interkulturellen tschechisch-deutschen Austausches haben wir selbstverständlich das Zelt von innen geöffnet. Was wir dort vorfanden war wirklich……naja nennen wir das Kind beim Namen: Jämmerlich! Vor uns stand ein junger Mann in Unterhose und sonst eigentlich nichts. Keine Reflexe (blenden mit Taschenlampe hat keine Reaktion hervorgerufen) und auch Kommunikation war nicht möglich. Offensichtlich fand er unsere Gegenwart aber nicht störend denn er vegetierte noch weitere 15 Minuten in seiner gewohnten Position. Irgendwann ist er dann ohne große Worte abgezogen und wir fanden nur noch seine übrige Kleidung. Diese Jugend!

Die nächsten Tage waren weniger spektakulär. Unsere Wege führten uns durch Dörfer, Felder über Hügel und langsam macht sich doch mein Körper bemerkbar. Ein nächster Pausentag stand dann wieder an. Zum Glück entpuppte sich unser nächstes Ziel mal wieder als sehr hübsch und ich konnte mir unter dem Vorwand, einen Tag länger zu bleiben, um die Stadt zu besichtigen, nochmal einen Pausentag “erschleichen”. 


Hier haben wir nun auch beschlossen die Etappen erst einmal etwas zu kürzen. Den nächsten Tag bin ich dann endlich auch mal lächelnd oben am Hügel angekommen, im kleinsten Gang mit 5,4 Km/h, aber ich habe gewonnen. ?.


 Und nun, mit dieser neuen Taktik, kann ich auch wieder die Landschaft, die nächste kleine Kirche oder Burg genießen.


In Olomouc gönnen wir uns mal wieder einen Pausentag, diesmal auch dem Wetter geschuldet. Im Wechsel regnet, gewittert es, ab und an mal kurz die Sonne. Also bleibt uns nix anderes übrig als den Tag, ab 14 Uhr gemütlich mit Rotwein ausklingen zu lassen. 

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